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Komplex Ganzheitlichkeit Karriere eines Bluff-Begriffs
Verlag Ulmer Manuskripte, Albeck bei Ulm, 2005 ISBN 3-934869-35-1
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Bernardo Bertolucci dreht einen Buddha-Film, Richard Gere tritt als Vorreiter fernöstlicher Lehren auf, der Dalai Lama wird von
Prominenten und Managern zum spirituellen Leader erkoren, der Esoterik inszeniert sich als nachkirchliche Religion, die New-Age-Welle hat mit ihrem "neuen Paradigma" den etablierten
Universitätsbetrieb erreicht und die alternative Heilkunst befindet sich in einem Boom ohne Gleichen. Was alle verbindet, ist die Sehnsucht nach einer "ganzheitlichen Sicht der Realität" und
einem "ganzheitlichen Menschenbild".
Der Autor charakterisiert die Weltanschauung jener spirituell-lebensphilosophischen Erneuerungsbewegung als Ideologie des
neoliberalen Zeitgeistes. Er weist nach, dass die Idee der Gleichheit eine Fiktion ist, die den tragischen Urgrund des Lebens, die zynischen Abgründe der elektronischen Vernetzung und den Abbau der
sozialen Errungenschaften durch den Prozess der ökonomischen Globalisierung mit dem illusionären Optimismus von Selbstvervollkommnung, Erweckung und Glückseligkeit übertüncht. Ein Buch, das Mut macht,
den falschen Propheten des Spiritualismus und Ökonomismus zu widersprechen und die Gebrochenheit menschlichen Seines solidarisch zu schultern."
“Karl-Heinz Joepen ... wirft einen Blick auf die Motivation hinter der Ganzheitlichkeits-Ideologie. Seine zentrale These: die
Vorstellung von 'Ganzheitlichkeit' schafft in Zeiten des globalisierten Kapitalismus einen psychischen Ausgleich. Da die Menschen sich als ausschliesslich nach ihrer Funktionalität fütr den Weltmarkt
bemessen erfahren, ist die Aussicht auf ein 'ganzheitliches Leben', in dem sie wieder als 'ganze Menschen' und nicht als Konsumenten oder Humankapital von Bedeutung sind, verlockend. ...Der
Ganzheitlichkeitsdiskurs trage letztlich dazu bei, die Menschen in hrem Fühlen zu konditionieren, damit sie sich - aller Selbstfindungsrhetorik zum Trotz - noch besser in eine Kollektivität einpassen, in
der das Subjekt belanglos ist." (denkladen.de, 1.11.05)
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Rote Zelle - Ashram - Wall Street Demonstrieren Meditieren Spekulieren Von den 68ern zu den 86ern
Verlag Ulmer Manuskripte, Albeck bei Ulm, 2003 ISBN 3-934869-27-0
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Zwei Generationen prägten und prägen immer noch das Gesicht der Bundesrepublik. Sie werden dereinst für zwei Epochen stehen: Die
68er und die 86er. Die einen lasen "Das Kapital" und demonstrierten mit der Mao-Bibel auf dem Kreuzberger Pflaster. Die anderen abonnierten "Capital" und schwärmten sich mit dem
"Wall Street Journal" durch die digitalen Finanzwelten. Das vorliegende Buch geht der Frage nach, warum sie das wurden, was sie sind. Dabei entsteht eine kleine Kulturgeschichte der
Bundesrepublik und der diese Geschichte über weite Strecken prägenden Sozialcharaktere.
"Ein gelungenes Buch, das Details amüsant ins Bewusstsein zurückruft, doch auch schwierige, ernsthafte
Punkte, wie die RAF und die Studentenrevolte aufgreift." (Kundenrezension auf www.amazon.de vom 5.3.04 )
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Die Psychofalle Über die Verdrängung der Wirklichkeit bei der Suche nach dem wahren Selbst
Rotbuch Verlag, Hamburg, 1997
ISBN 3-88022-519-2
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Familienzerwürfnisse, Schulstress, Einsamkeit im Alter ... Probleme, die heute zunehmend nur als innerpsychische begriffen
werden. Über die gesellschaftlichen Ursachen redet indessen kaum noch jemand. Auf diese Weise droht uns die Wirklichkeit zu entgleiten - die Psychofalle schnappt zu.
“Karl-Heinz-Joepen hat eine brillante Streitschrift über die Verdrängung der Wirklichkeit bei der Suche nach dem ‘wahren
Selbst’´vorgelegt. Ein Plädoyer für die Aufklärung und die Vernunft. (Schrägstrich" vom 1.2.98)
"Wohltuende Fundamentalkritik des modischen Kultes der Gefühligkeit." (FAPI-Nachrichten vom 7.4.04)
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Die Knechtschaft der Gewissensbisse oder warum es keine Umweltpolitik gibt
VSA Verlag, Hamburg, 1992 ISBN 3-87975-604-X
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Ob die Augen tränen oder die Haut sich verfärbt, was heute zählt, sind Zeigerausschläge von Messinstrumenten, und die Worte
dieser apparativen Erfahrung kommen wie Bannflüche: keine Gefahr, alle Meswerte unterhalb der Grenzwerte.
Wir joggen den Problemen davon, schlucken sie mit Biowein hinunter und tragen die leeren Flaschen zum Altglascontainer. Die
Kinder nehmen wir zu diesem Bußgang mit, damit sie sehen, dass wir alles getan haben. Alles getan, den Imperialismus von Sachlichkeit und Sachzwang zu bewahren, mit dem uns verantwortungsunwillige
Politiker in Schach halten. Aus dem tälichen Zwang zur Sachlichkeit scheint es kein Entrinnen zu geben. Unter den Dunstglocken der sich weiter verpestenden Stadtluft sitzt eine entwurzelte Schickeria,
übt sich im bewussten Atmen und sehnt sich nach dem Einswerden mit dem Kosmos. Oder gibt es doch ein Entrinnen?
"Durch die Versachlichung des Alltags immunisiert sich für Joepen das moderne Industriesystem vor Veränderungen ... Erst
wenn die Menschen ihre extreme Instrumentalisierung in das System einer 'unwirklichen Wirklichkeit' nicht mehr als erfolgreiche Handlungsmaxime betrachten, können sie wieder als Subjekte frei
handeln." (Frankfurter Rundschau vom 4.5.93)
(Die "Initiative Psychologie im Umweltschutz" der Humboldt-Universität Berlin veranstaltete 1998 einen workshop zum in
diesem Buch entworfenen "existentialistischen Ansatz".)
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Umweltpolitik des kleinsten Widerstands Über die Perversion des Umweltschutzes
Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn, 1987
ISBN 3-87975-604-X
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Eine leidenschaftliche und kenntnisreiche Auseinandersetzung mit der praktizierten Umweltpolitik; der Autor war mehrere Jahre
lang als Diplom-Ingineur im Umweltbundesamt tätig. Bewiesen wird das völllige Fehlen präventiver Umweltpolitik; herausgearbeitet werden die Folgen der vorherrschenden industrialisierten
Problemlösungsstrategien. Abseits der derzeitigen Politik bloßer Ressorttätigkeiten werden Perspektiven einer radikalen ökologischen Gesamtpolitik aufgezeigt.
"Die bisherige Umweltpolitik ist gescheitert. Damit wird sie als Teil des kulturellen Infarkts sichtbar, den Joepen als
Gesamthorizont der Umweltkrise festgestellt hat ... Diesen sehr informativen und detaillierten Untersuchungen stellt er eine umfassende Kritik des 'umweltpolitischen Therapiekonzepts' voran ..."
(Politik-Forum vom 9.9.88")
“... herausragend innerhalb der großen Zahl umweltpolitischer Schriften." (Allgemeines Sonntagsblatt vom 26.5.89)
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